Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

1.5 Heiligenroda

 

 

1.5.1 Schacht "Springen I  (Heiligenroda I )

 

36460

Frauensee

OT Springen

Springen

 

RW 35 76 409

HW 56 37 991

 

50°52´20,01´´N

10°05´04,03´´O

 

 

 

 

1.5.2 Schacht  "Springen II  (Heiligenroda II )

 

36460

Frauensee

OT Springen

Springen

 

RW 35 77 659

HW 56 37 490

 

50°52´03,19´´N

10°06´07,53´´O

 

 

 

1.5.3 Schacht "Springen III"  (Heiligenroda III)

 

36460

Frauensee

OT Springen

Springen

 

RW 35 77 681

HW 56 37 774

 

50°52´12,37´´N

10°06´08,89´´O

 

 

 

1.5.4 Schacht " Möllersgrund I " (Heiligenroda IV , Dönges I)

 

36460

Frauensee

OT Möllersgrund

Nr. 6

 

RW 35 79 093

HW 56 37 235

 

50°51´54,26´´N

10°07´20,69´´O

 

 

 

1.5.5 Schacht "Möllersgrund II" (Heiligenroda V, (Schacht II der Gewerkschaft Dönges, später Schacht V der Gewerkschaft Heiligenroda)

 

36460

Frauensee

OT Möllersgrund

Nr. 13

 

RW 35 79 039

HW 56 37 384

 

50°51´58,95´´N

10°07´31,91´´O

 

Teufarbeiten: 1912-1914

Teufe: 411 m

 

Gewerkschaft Heiligenroda

 

Gründung : Am 14. Juli 1906. - Eingetragen am 21. Oktober 1908 beim Sächsischen Amtsgericht in Vacha.

Besitztum: Die Gewerkschaft besitzt die Bergwerksgerechtsamen „Heiligenroda" und „Dönges" in Gesamtgröße von 59 570 000 qm, die einen in sich geschlossenen Komplex bilden. Die Gerechtsamen sind durch 9 Tiefbohrungen und 5 Schächte aufgeschlossen und im Sachsen-Weimarischen Staat gelegen. Sie markscheiden mit denen der Kaliwerke Alexandershall, Wintershall, Heringen, Hattorf, Großherzog von Sachsen und Kaiseroda. Die Gewerkschaft ist Besitzerin der fünf mit gesetzlichen Beteiligungsziffern ausgestatteten Kaliwerke Heiligenroda I , Heiligenroda II, III, IV und V. Heiligenroda I erreichte seine Endteufe bei 393, m im November 1909, der Schacht Heiligenroda II bei 355 m im Juni 1913, der Schacht Heiligenroda III bei 375 m im Dezember 1913, der Schacht Heiligenroda IV bei 435 m im Juli 1913; der Schacht Heilgenroda V bei 411 m im Mai 1914. Heiligenroda I hat seine Lieferungen für das Kalisyndikat im Dezember 1909 aufgenommen. Heiligonroda II verfügt seit dem 1. November 1913 über eine vorläufige und seit dem 1. Juli 1914 über eine endgültige Beteiligungsziffer. Heiligonroda III und VI erhielten vorläufige Beteiligungsziffern ab 1. Juli 1914 und Heiligenroda V ab 1. Dezember 1915. Das Vorkommen besteht aus zwei fast horizontal abgelagerten Lagern, die hauptsächlich sylvinitische Hartsalze führen.

Die Gewerkschaft besitzt ausgedehnte Fabrikanlagen in Dorndorf (Rhöngebirge), die in den Jahren 1912 und 1913 errichtet worden sind. Die Chlorkaliumfabrik, welche im August 1913 dem Betriebe übergeben wurde, ist in ihrem jetzigen Ausbau für eine tägliche Verarbeitung von 20 000 dz eingericlitct, während die Sulfatfabrik, welche im November 1913 in Betrieb kam, arbeitstäglich reichlich 800 dz 90 prozentiges Sulfat herstellen kann. Sämtliche Schachtanlagen stehen untereinander und mit den Fabrikanlagen und Verladeanlagen in Dorndorf sowie mit den in Heringen (Werra) errichteten Verladeanlagen durch Drahtseilanlagen in Verbindung. In Dorndorf befindet sich auch das Kraftwerk der Gewerkschaft, welches ihre sämtlichen Anlagen mit der benötigten elektrischen Energie versorgt.

Grundbesitz: Der gesamte Grundbesitz der Gewerkschaft Heiligenroda war Ende 1920  523 874,5 qm groß.

Anzahl der Kuxe : 1800. Ursprünglich 1000 Kuxe. Die Gewerkenversammlungen vom 30. März 1912 und 16. Sopteinbor 1916 beschlossen die Ausgabe je weiterer 400 Kuxe. Die Umschreibungsstelle für Kuxenübertragungen befindet sich bei Herrn Generaldirektor A. Rosterg, Kassel, Hohenzollernstr. 139. Im Besitz des Weimarischen Staates sind 601 Kuxe. Die Mehrheit der Kuxe befindet sich im Besitz des Wintershall-Konzerns

 

 

Betr.: Die frühere Gewerkschaft Dönges,

jetzt Schacht Heiligenroda IV u. V.

 

Besitzübergang an Heiligenroda: Den Beschlüssen der außer-ordentlichen Gewerkenversammlungen der Gewerkschaften Heligenroda und Dönges vom 16. September gemäß ging das gesamte Bergwerkseigentum und Vermögen der Gewerkschaft Dönges, an der die Gewerkschaft Heiligenroda seit Gründung von Dönges mit 333 Kuxen beteiligt war, gegen Abgabe von 400 neuen Kuxen der Gewerkschaft Heiligenroda in den alleinigen Besitz von Heiligenroda über. Diese Verschmelzung ermöglichte, abgesehen von den Vorzügen der vereinfachten Verwaltung und der Vermeidung der Doppel Versteuerung, die bestmöglichste Ausnutzung der beiderseitigen Anlagen.

Gerechtsame: 23 935 999,8825 qm in den Gemarkungen Dönges, Frauensee und Gospenroda, markscheidend im Westen mit den Gerechtsamen von Heiligenroda und Großherzog von Sachsen, im Süden mit Kaiseroda, 1913 ist das Grubenfeld in zwei selbständige Grubenfelder, nämlich in das Grubenfeld „Dönges I" mit 10 579 604,053 qm und „Dönges II " mit 13 420 395,829 qm Flächeninhalt geteilt worden,

Bohrergebnisse: Mit der ersten Bohrung wurde im November 1908 begonnen. Es wurden fünf Bohrungen niedergebracht.

Schachtbau: Die Teufe von Schacht I betrug Anfang 1913 160 m. Ende 1913 hat der Schacht seine Endteufe bei 435 m erreicht, nachdem mit demselben von 342-345 m das obere Kalilager mit einem Durchschnittsgehalt von 18 % KCl. und von 410-412,50 m das untere Lager mit einem Durchschnittsgehalt von 22 % KCl durchgesunken worden war. (Quelle: 7*)

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten