Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

2.5 Großherzog Wilhelm-Ernst

 

 

2.5.1 Schacht  Großherzog Wilhelm Ernst  (Möllendorf)

 

06578

Oldisleben

Ernst-Thälmann-Straße 31

 

RW 44 41 313

HW 56 86 129

 

51°18´25,07´´N

11°09´24,75´´O

Aus der Historie:

 

Gewerkschaft Großherzog Wilhelm Ernst

Zu Oldisleben

 

Gründung: Statut vom 31.07 sowie 01.08.1905 und 16.07.1906, handelsgerichtliche Eintragung Oktober 1905.

Gegenstand des Unternehmens: Anlage und Betrieb eines Salz resp. Kalisalzbergwerkes im Gebiet der Großherzoglich Sächsischen Exklave Oldisleben, sowie Herstellung und Betrieb aller Anlagen, die Ausnutzung jenes Bergwerkes und die Verwertung der Produkte in roher oder verarbeiteter Form.

Schachtanlage: Am 09.12.1905 erfogte der erste Spatenstich für den auf den Namen Wilhelm Ernst getauften Schacht. Lichte Weite 5,5 m, Endteufe 595 m. Der Schacht steht von 0 bis 6,5 m in Mauerung, von 6,5 bis 173 m in Tübbings, von da ab in Mauerung. Die Wässer wurden bei 150 m endgültig abgeschlossen. Die obere Sohle wurde bei 540 m unter dem Kalilager, im älteren Steinsalz, die untere Sohle bei 580 m angesetzt. Die Aufschlüsse ergaben gute Carnallitte.

Der Betrieb wurde im Oktober 1908 eröffnet, doch wurde die Quote im Jahr 1910 an die Gewerkschaft Alexandershall übertragen und in Folge dessen der Förderbetrieb 1910 eingestellt. Die Arbeiten beschränkten sich auf den schnellen Aus- und Vorrichtungsbau in der südlichen Gerechtsame.

Tagesanlagen:   Großes Kesselhaus, elektr. Zentrale, Tandem Compound Dampfmaschinen, Chlorkalium- und Sulfatfabrik, Laboratorium, Verwaltungsgebäude, Schachtgebäude sowie ein zweites Fördermaschinenhaus zur Aufnahme der Nenenfördermaschine. Zwischen Mühle und Fabrik steht eine Drahtseilbahn. Grubenanschlußbahn von 1.128 m.

Gerechtsame: Die Gerechsame umfaßt (2.150 ha) die gesamte Exklave Oldisleben und grenzt westlich an die Felder von Günthershall und östlich an die von Heldrungen I und II. (7*)

 

 

 

 

 

2.5.2 Schacht  "Großherzog Wilhelm Ernst  (Hainthal)

 

06578

Oldisleben

Haintal 3

 

RW 44 40 207

HW 56 86 687

 

51°18´42,70´´N

11°08´27,34´´O

 

  • Abgeteuft von 1912 bis 1914 und 1924 stillgelegt
  • Nach der Stillegung ist die Grube allmählich ersoffen
  • Der Schacht ist eingezäunt und mit einer Betonplatte abgedeckt. Links neben dem Schacht ist der Rest des ehemaligen Kauengebäudes zu sehen. Im Vordergrund sind die Fundamente  (rechtes Fundament überwachsen)  der Streben des einstigen Fördergerüstes erkennbar.

Die Schachtanlage Haintal wurde im Herbst 1912 in Angriff genommen. Der Schacht steht von 0 bis 12,6 m in Mauerung, von 12,6 bis 177 m in Tübbings und bis zur Endteufe von 621 m wieder in Mauerung. Der Schacht erreichte im Dezember 1913 das Kalisalzlager, er wurde über eine Hängeseilbahn mit der Mühle und Fabrik in Oldisleben verbunden.

Tagesanlagen: Schachtgebäude, Fördermaschinenhaus, Werkstätten, Magazin, Kaue, Pförtnergebäude, 5 Beamtenwohnungen und 8 Arbeiterhäuser mii 32 Wohnungen.(7*)

 

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten