Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

2.8 Königshall-Hindenburg

 

 

2.8.1 Schacht "Königshall"

 

37120

Bovenden-Reyershausen

Rodetal 40

 

RW 35 68 706

HW 57 20 247

 

51°36´44,81´´N

09°59´26,83´´O

 

-Beginn der Teufarbeiten: 1911, 1913 Kalilager in 815 m Teufe

 angefahren

-Teufe 875 m

-25.01.1938 Laugenzufluß 1 m3/min, 06.01.1939 Aufgabe des

 Schachtes

-1948 Laugenpegel 60 m unter Rasenhängebank

-1946-1949 Sümpfung des Schachtes und Überfahren der alten

 laugengefüllten Grubenbaue sowie Aufschluß eines neuen

 Baufeldes über zwei Blindschächte

-1957 Laugeneinbruch, der zur Aufgabe des neuen Baufeldes

 zwang. Abdichtung der Blindschächte 1 und 2 und

 Neuauffahrung der Blindschächte 3 und 4 für Auffahrung neuer

 Abbausohlen

-Stilllegung am 21.02.1969, Verfüllung des Schachtes bis 1975

 

 

 

2.8.2 Schacht "Hindenburg" (Napoleon)

 

37120

Bovenden-Reyershausen

Rodetal 40

 

RW 35 68 908

HW 57 20 284

 

51°36´45,90´´N

09°59´37,35´´O

 

-Teufarbeiten: von 1911- 1915

-Teufe 875 m

-25.01.1938 Laugenzufluß, 06.01.1939 Aufgabe des

  Schachtes

-1948 Laugenpegel 60 m unter Rasenhängebank

-1946-1949 Sümpfung des Schachtes und Überfahren der alten

  laugengefüllten Grubenbaue sowie Aufschluß eines neuen

  Baufeldes über zwei Blindschächte

-1957 Laugeneinbruch, der zur Aufgabe des neuen Baufeldes

  zwang. Abdichtung der Blindschächte 1 und 2 und

  Neuauffahrung der Blindschächte 3 und 4 für Auffahrung

  neuer Abbausohlen

-Stilllegung am 21.02.1969, Verfüllung des Schachtes bis 1975

Gewerkschaft Königshall

Die Gewerkschaft ist 1929 an die Burbach-Kaliwerke A.-G. als Werk Königshall-Hindenburg (Schacht Königshall) übergegangen.

Anschrift: Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft, Werk Königshall-Hindenburg, Reyershausen bei Nörten-Hardenberg (Hannover).

Eisenbahnstation: Nörten-Hardenberg.

Gemeinschaftsvertrag seit dem Jahre 1918 mit der Gewerkschaft Hindenburg. Die Bergwerksgesellschaft Königshall-Hindenburg m. b. H. führt den Betrieb.

Gründung: 23. März 1905 zu Gotha.

Gerechtsame: Rund 3,5 preuß. Maximalfelder im Nörtener Stadtwalde, mit den Gemeinden Bishausen, Reyershausen und im Gräfl. v. Hardenberg'schen Besitz. Die Gerechtsame ist benachbart durch diejenigen der Gewerkschaften Hindenburg, Oberhof und Reinhardsbrunn.

Bohrergebnisse: Das erbohrte Kalilager besteht aus reinem Sylvinit, enthält von 843,75 bis 844,65 m eine Tonbank eingelagert und besitzt ein Einfallen von etwa 12,15 Grad. Die Analysen ergaben einen durchschnittlichen Chlorkaliumgehalt von 36,54 %.

Schachtbau:Der Schacht ist durch die Tiefbau- und Kälte-Industrie A.-G. vorm. Gebhardt u- König, Nordhausen, bis zur Teufe von 875 m niedergebracht. Der Schachtbau wurde Mitte November 1911 begonnen. Im Nov. 1913 wurde das Kalilager in einer Teufe von 815,20 m angefahren.

Zweischachtfrage:Durch querschlägige Verbindung mit dem Schachte der Gewerkschaft Hindenburg gelöst.

Tagesanlagen:Mühlengebäude, Salzspeicher, Werkstätten, Lokomotivschuppen, Verwaltungsgebäude, 6 km lange Anschlußbahn nach Nörten, alles gemeinsam mit Gewerkschaft Hindenburg erbaut. Chlorkaliumfabrik 1922 fertiggestellt, modern eingerichtet mit Verarbeitungsleistung von 10000 dz täglich. 1925 wurde ein neuer Salzschuppen mit einem Fassungsvermögen von 300 000 dz erbaut.

Abwässerkonzession: Für 6000 dz Rohsalze täglich zusammen mit Hindenburg.

Hans- und Grundbesitz: Die Gewerkschaft besitzt gemeinsam mit der Gewerkschaft Hindenburg die im Rodetale bei Nörten belegene Besitzung Löseck mit mehreren Wohnungen für Beamte und ca. 200 Morgen Grundbesitz. (Quelle: 10*).

 

Gewerkschaft Hindenburg

Früherer Name: Gewerkschaft Napoleon,

 

Die Gewerkschaft ist 1929 an die Burbach-Kaliwerke A.-G. Werk Königshall-Hindenburg (Schacht Hindenburg) übergegangen.

Geimschaftsvertrag seit dem Jahre 1918 mit der Gewerkschaft Königshall. Die Bergwerksgesellschaft Königshall-Hindenburg m.b H. führt den Betrieb.

Gerechtsame: 8,5 preuß. Maximalfelder in den Gemarkungen Sudershausen, Spanbeck, Unter- und Oberbillingshausen, Nörtener Wald, gelegen in den Kreisen Göttingen und Northeim.

Bohrergebnisse:Es wurden Sylvinite bis über 30 % K2O durchteuft. Die Aufschlußarbeiten in der Grube erbrachten den Nachweis, daß das Vorkommen in der bisher bekannten edlen Beschaffenheit auf große Erstreckung weiter anhält Schachtbau: 1 Schacht 875 m tief, durchschnittliche Mächtigkeit des Kalilagers ca. 6 m.

Zweischachtfrage: Querschlag mit Königshall.

Tagesanlagen: Mühlengebäude, Salzspeicher, Werkstätten, Lokomotivschuppen, Verwaltungsgebäude, 6 km lange Anschlußbahn nach Nörten, alles gemeinsam mit Gewerkschaft Königshall erbaut. Ferner allein erbaut Schachtgebäude und Fördermaschinenhaus.

Chlorkaliumfabrik: 1922 fertig gestellt. Tägliche Verarbeitungsmöglichkeit 10 000 dz. Die Fabrik wurde 1930 ausgebaut.

Abwässerkonzession: Mit Gewerkschaft Königshall zusammen für 6O0O dz Rohsalzverarbeitung täglich.

 

Absatz dz K2O in den einzelnen Salzsorten:

 

 

1922

1923

1924

1925

Kainit

 

75 822

41

340

14 808

20er Düngesalz

50 527

14 350

-

18 206

30er Düngesalz

523

4 495

158

-

40er Düngesalz

30 204

93 446

117 743

199 022

Chlorkalium bis 60%

15 659

57 799

45 695

72 210

Chlorkalium über 60%

-

182

-

-

 

 (Quelle:10*)

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten