Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

 

 

3.14 Teutschenthal

 

 

3.14.1 Schacht "Teutschenthal" (Krügershall, Deutschland)

 

06179
Teutschenthal-Bahnhof
Straße der Einheit 18

 

RW 44 85 145

HW 57 03 687

 

51°28´03,41´´N

11°47´04,92´´O

 

 

  • In geringem Umfang auch Gewinnung von Na2 für Siedesalzproduktion

Historische Aufnahmen:

 

Kaliwerk Krügershall, Aktiengesellschaft zu Halle a. S., Franckestraße 3.

 

Gründung: Am 29. März 1905 als Aktiengesellschaft.

 

Benachbarte Kaliwerke: Gewerkschaft Salzmümde, Halle a. S.; Mansfeldsche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft Eisleben; Gewerkschaft Johannashall, Beesenstedt; Gewerkschaft Wils, Beesenstedt; Adler-Kaliwerke, Oberröblingen a. See; Gewerkschaft Oberröblingen, Oberröblingen a. S.; Hallesche Kaliwerke, Schlettau; Gewerkschaft Saale, Schlettau; Gewerkschaft Eva, Steuden; Gewerkschalt Steuden.

 

Beteiligungen: 401 Kuxe der Gewerkschaft Salzmünde und 450 Kuxe der Gewerkschaft Günthershall, 200 Kuxe der Gewerkschaft Burbach und 451 Kuxe der Gewerkschaft Buttlar. Ferner Beteiligung bei der Gewerkscchaft Schwarzburg, und zwar besitzt die Gewerkschaft Günthershall 450 Kuxe, Volkenroda 2000, Bergbau A.-G. Wittekind 19 000 000 Mark Aktien.

 

Gegenstand des Unternehmens: Gewinnung und Verwertung von Bergbauproduktion in roher und bearbeiteter Form; Erwerb, Veräußerung, Pachtung und Ausbeutung von Bergwerken und Anlagen, welche zur Erreichung der angegebenen Zwecke dienen, Beteiligung an anderen Unternehmungen, deren Geschäftsbetrieb damit in Verbindung steht; Errichtung und Betrieb von Fabriken und sonstigcn Anlagen der geschilderten Zwecke sowie der Erwerb von Grundeigentum.

 

Gerechtsame: 5 preuss. Normalfelder. Von ursprünglich 10 preuss. Normalfeldern, von denen 5 an die Gew. Salzmünde abgegeben sind, verbleiben: Teustchenthal, Langenbogen, Langenbogen II, Langenbogen III und Bennstedt 1, die am 26. März 1909 unter dem Namen „Consolidiertes Kaliwerk Krügershall" vereinigt wurden.

 

Belegschaft: Für 1918 ca. 700 Mann.

 

Schachtbau: Der am 1. September 1905 begonnene und am 24. Juni 1907 fertiggestellte Schacht hat bei 646 m das Kalilager angefahren und eine Teufe von 674 m erreicht. Gebirgsverhältnisse: Bunter Sandstein, roter Ton, bunter Ton, roter Schieferton, jüngeres Steinsalz, roter Ton, jüngeres Steinsalzlager, Anhydrit, Carnallit, älteres Steinsalzlager.

 

Zweiter Schacht: Mittels Durchschlägigkeit zum Schacht von Salzmünde.

 

Fabrikanlagen: Chlorkalium-, Brom-, Kalimagnesia- und Sulfatfabrk und Saline. Krügershall hat die Konzession, die Endlaugen bis zu 30 Grad Härte dem Saalewasser zuführen zu dürfen.

 

Haus- und Grundbesitz: Grundbesitz ca. 166 preuß. Morgen, worauf sich z. Zt. befinden: 6 Beamtenwohnhäuser, 2 Arbeiterwohnhäuser, 3 Arbeiterbaracken, 1 Verwallungsgebäude nebst Magazin-, Meister und Portierwohnung, eleklr. Fördermaschinengebäude, Schacht nebst Gebäude, 1 Ventilatorgebäude, 1 Wasserturm, 2 Kesselhäuser, elektr. Zentrale, 4 Dampfschornsteine, 1 Wohlfahftsgebäude, 1 Laboratorium, 1 Kantine, 1 Werkstattgebäude, 1 Spritzenhaus, 1 Pumpstation, 1 Saline, ein eigenes Anschlußgleis nach Bahnhof Teutschenthal mit Lokomotivschuppen, sowie Verwaltungsgebäude in Halle a. S., Franckestraße 3, ferner befindet sich ein Beamten- und ein Arbeiterwohnhaus im Bau. (Quelle:7*).

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten