Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

3.9 Orlas-Nebra

 

 

 

3.9.1 Schacht "Orlas"

 

06642

Bad Bibra

OT Wippach

Orlasstraße-

Langes Tal

 

RW 44 67 876

HW 56 78 996

 

51°14´41,90´´N

11°32´18,34´´O

 

  • Teufarbeiten: 1909-1911
  • Teufe: 529 m
  • Stilllegung: 1921
  • Die Schachtröhre und das Grubengebäude ist noch lufterfüllt. Im Jahr 2000 wurde im Rahmen von Kamerafahrten im Schacht lediglich ein Wasserspiegel im Schachtsumpf festgestellt

Historische Aufnahme:

 

 

 

 

 

3.9.2 Schacht "Nebra"

 

06642

Bad Bibra

OT Wippach

Orlasstraße-

Langes Tal

 

RW 44 67 373

HW 56 80 076

 

51°15´16,72´´N

11°31´52,04´´O

 

  • Teufarbeiten: 1911-1913
  • Teufe: 492 m
  • Stilllegung 1921
  • Im Jahr 1927 wurde der Schacht mit Material der Abteufhalde bis ca. 290 m verfüllt. Wie spätere Lotungen nachwiesen ist die Verfüllmasse in das Grubenfeld nachgerutscht

Historische Aufnahme:

Gewerkschaft Orlas in Kleinwangen, Nebra a. d. Unstrut

 

Gründung: Sptember 1909 durch Vereinigung der Gewerkschaften Orlas, Orlas II, Orlas III, Wennungen, ,,Der kalte Haase", Bucha II , Bucha IV, Thüringen IV, V, VI, VII, IX, „Sieg der Wahrheit", sämtlich in Frankfurt a. M., sowie des dem Kaufmann Hermann Mommsen in Frankfurt a. M. gehörigen Salzbergwerks Bucha, zusammen ursprünglich 30 645 927 qmin den Gemarkungen Wippach, Nebra, Altenroda, Birkigt, Orlasheide, Grosswangen, Wennungen, Bibra, Bucha, Saubach, Steinbach, Pleissmar, Wallroda, Kalbitz und Memleben im Kreise Eckadsberga und Querfurt. Davon sind 1 339 405 qm zur Bildung des „Salzbergwerks N e b r a " abgezweigt, sodass für Orlas 29 306 522 qm verblieben. Dieser Komplex wurde im März 1911 nach Genehmigung durch das Oberbergamt Halle in drei selbständige Bergwerke aufgeteilt und zwar in die Bergwerke „Victor" mit 445 108 Quadratmetern, „Der kalte Haase" mit 9 434 348 qm und „Konsolidierte Orlas" mit 19 427 066 qm. Letztere liegen in den Gemarkungen Wippach, Grosswangen, Altenroda, Bibra, Orlasheide und Saubach in den Kreisen Eckertsberga und Querfurt.

Schachtbau: Der Schachtbau ist vor dem 17. 12. 1909 in Angriff genommen und wurde im Herbst 1911 fertiggestellt. In einer Teufe von 528 m wurde ein hochprozentiges .Sylvinitiager aufgeschlossen.

Zweiter Schacht: Der Schacht der Gewerkschaft Orlas wird mit dem Schacht der Gewerkschaft Nebra durchschlägig.

Tagesanlagen: Schachtgebäude, Mühlenanlage mit 2 kompl. Mahlsystemen, elektrische Fördermaschine, Starkstromfernleitung, Drahtseilbahn nach der Verlade-station bei Kleinwangen, Verwaltungsgebäude, 4 Beamtenwohnhäuser, Arbeiter-kolonie.

Benachbarte Gesellschaften: Gewerkschaften Nebra, Georg, Unstrut, Bernsdorf, Burggraf, Richard, Rastenberg, Roßleben, Reichskrone, Walter, Wendelstein.

Kalifabrik: Der Bau einer Fabrik mit einer Tagesleistung von 6000 dz Carnallit ist geplant. (Quelle: 7*)

Gewerkschaft Nebra in Kleinwangen bei Nebra a. d. Unstrut.

 

Repräsentant:

Georg Ebeling, Bergrat, Hindenburgstr. 42, Hannover.

Stellvertreter: Paul Ebeling, Generaldirektor, Westeregeln.

Verwaltung:

Viktor Ebeling, Bergassessor, Dirtektor, Kleinwangen bei Nebra.

Prokurist:

Paul Hagel, Kaufmann, Kleinwangen.

Gründung: 1910, handeIsgerichtliche Eintragung 28.4.1911.

Gegenstand: Auseutung des Kalisalzbergwerks Nebra, der Erwerb anderer Gewerke sowie die Beteiligung an anderen Bergwerken, die Herstellung von Anlagen und der Betrieb von Unternehmungen, die die Ausbeutung der oben bezeichneten Bergwerke und die Verwertung ihrer Eizeugnisse bezwecken.

Gerechtsame: 10 765 625 qm = ca. fünf preussische Normalelder in den Gemarkungen Memleben, Bucha und Gutsbezirk Nebra im Kreise Querfurt (Prov, Sachsen).

Schachtbau: Der Schacht ist fertiggestellt.

Zweischachtfrage: Der Schacht ist mit demjenigen der Gewerkschaft Orlas durchschlägig.

Anzahl der Kuxe: 1000, die sich im wesentlichsten im Besitz der Consolidierten Alkaiiwerke Westeregeln befinden. (Quelle:7*)

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten