Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

4.14 Thiederhall

 

 

 

 

4.14.1 Schacht "Thiederhall I"

 

38239

Salzgitter-Thiede

Thiederhall 16

 

RW 36 01 941

HW 57 83 859

 

52°10´44,19´´N

10°29´21,20´´O

 

Historische Aufnahmen:

Ehemalige Direktorenvilla in der Schützenstraße

Ansicht von der Schachtabdeckung:

 

 

 

 

4.14.2 Schacht "Thiederhall II" (Thiederhall Ia)

 

38239

Salzgitter-Thiede

Frankfurter Straße 142 A

 

RW 36 01 613

HW 57 83 790

 

52°10´42,19´´N

10°29´03,87´´O

 

1909 mit den Grubenbauen von Schacht Thiederhall 1 auf der 300 m-Sohle durchschlägig.

Schacht Thiederhall II hielt den bergpolizeilichen Vorausset-  zungen und Ansprüchen nicht stand und wurde deshalb nicht abgenommen.

1914 erhielt der Schacht Thiederhall II lediglich eine Beteiligungsziffer.

Stilllegung 1924.

Grubengebäude diente seit 1977 als Untertagedeponiezur Einlagerung von flüssigen Industrieschlämmen der Volkswagen AG Wolfsburg.

2005 Verfüllung des Schachtes.

 

 

 

4.14.3 Schacht "Thiederhall III" (Thiederhall II)

 

38239

Salzgitter-Thiede

Kalischachtweg 37

 

RW 36 02 181

HW 57 83 468

 

52°10´31,38´´N

10°29´33,42´´O

 

Teufarbeiten von 1912- ca. 1916.

Teufe 615 m. Durchschläge zu den Schächten Thiederhall I und II wurden auf verschiedenen Sohlen hergestellt.

 

 

 

Alkaliwerke Ronnenberg III, Zweigniederlassung Thiederhall,

früher Aktien-Gesellschaft Thiederhall.

 

Die Gesellschaft ging Iaut Generalversammlungsbeschluß an die Alkaliwerke Ronnenberg A.-G. im Juni 1918 über.

 

Eisenbahn-Station: Thiede.

 

Gründung: Als Bohrgesellschaft 1872, als Gewerkschaft Thiederhall 1885, als Aktiengesellsehaft 1893.

 

Gegenstand des Unternehmens: Betrieb von Salzbergwerken, speziell Gewinnung von Steinsalz, Carnallit und Hartsalz und Verarbeitung der gewonnenen Salze.

 

Gerechtsame: 6 Maximalfelder auf Steinsalz und Kali in einer Gesamtgröße von 11 006 601 qm, ferner ein Soolmutungsfeld von 1 841 780 qm in den Gemarkungen Thiede, Fümmelse und Gr.-Stöckheim.

 

Bohrergebnisse: Die ersten Bohrversuche wurden 1872 gemacht, wobei in einer Teufe von 100 m das Salzlager erreicht wurde.

 

Schachtanlagen: Der Schacht ist im Jahre 1891, nachdem grosse Wasserschwierigkeiten zu überwinden waren, in Betrieb genommen worden und hat eine Teufe von 500 m. In den oberen Partien sind Carnallitlager, im Jahre 1893 wurde auf der 400 m Sohle Hartsalz gefunden. Zur Aufsuchung von Kainit wurden verschiedene Tiefbohrungen ausgeführt, doch wurden diese im Jahre 1899 als ergebnislos eingestellt. Im Jahre 1900 wurde die Abteufung eines zweiten Schachtes in Angriff genommen. Auf Anordnung der Bergpolizeibehörde wurde 1912 mit dem Abteufen eines weiteren neuen Schachtes begonnen, der Ende 1913 ohne wasserführende Schichten anzutreffen bei 184 m trocken das Steinsalz antraf. Am 10. 2. 1909 wurde man mit dem neuen Schacht bei 300 m Teufe durchschlägig zu den alten Grubenbauen. Der neue Schacht dient wegen seiner günstigen Lage zu der Hauptkalilagerstätte des Werkes als Hauptförderschacht. Der Ausbau des zweiten Schachtes wurde Mitte 1916 vollendet, sodaß die Neuanlagen Anfang Juli 1916 in Betrieb genommen werden konnten.

 

Tagesanlagen: Eine Chlorkaliumfabrik sowie 36 Arbeiterwohnhäuser nebst 144 000 qm Grundbesitz. Im Jahre 1896 wurde auf dem Schachtgrundstück eine Saline zur Produktion von Speisesalz errichtet. Chlormagnesium und Kieserit aus den bei der Chlorkaliumfabrikation fallenden Rückständen werden seit dem Jahre 1896 ebenfalls fabriziert. Im Jahre 1900 ist eine Sulfatfabrik erbaut worden, welche im September in Betrieb kam. 1914 wurde der Bau einer neuen elektrischen Zentrale mit Abgabe von Abdampf an die chemische Fabrik in Angriff genommen. Abwässerkonzession zur werktäglichen Verarbeitung von 6250 dz Carnallit in die Oker.

Seit Mai 1924 ruht der Betrieb vorübergehend. Wiederaufnahme unbestimmt. Die Quoten sind sämtlich auf wirtschaftlich besser arbeitende Konzernwerke übertragen.(Quelle:10*).

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten