Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

4.7 Frisch-Glück

 

 

 

 

4.7.1 Schacht "Frisch-Glück I" (Kaiser Wilhelm der Große)

 

31036

Eime

Schachthof

 

RW 35 50 074

HW 57 70 480

 

52°03´57,03´´N

09°43´44,72´´O

Teufarbeiten: 1900-1904

Teufe: 686 m

1922: Einstellung der Rohsalzförderung und des Fabrikbetriebes. Schacht ist verfüllt.

 

 

 

 

4.7.2 Schacht "Frisch-Glück II" (Elsbeth)

 

31036

Eime

Schachthof

 

RW 35 50 073

HW 57 70 343

 

52°03´52,61´´N

09°43´44,59´´O

Teufarbeiten: 1910-1914

Teufe: 640 m.

1922: Einstellung der Rohsalzförderung und des Fabrikbetriebes. Schacht ist verfüllt.

Ehemalige Gewerkschaft „Frisch Glück"

 

Die Gewerkschaft ist 1929 an die Burbach-Kaliwerke A.-G. als Werk Desdemona (Schacht Frisch-Glück) übergegangen.

 

Die ersten Pioniere waren: 1) Die Kalibohrgesellschaft Eime, gegründet am 30. 6. 1896. 2) Die Kalibohrgesellschaft Neu-Hohenzollern gegr. am 27. 8. 1897. Beide Bohrgesellschaften vereinigten sich durch Beschluss vom 28. 2. 1900 zur: Kalibohrgesellschaft Eime und Neu-Hohenzollern. Diese wurde am 1. 9. 1900 umgewandelt in die Gewerkschaft Fürst Heinrich (nach Reussischem Recht), das Besitztum der Gewerkschaft Fürst Heinrich ging am 12. 9. 1901 über an die Kaliwerke Eime Aktiengesellschaft. Von dieser erwarb Kommerzienrat Julius Ribbert im Jahre 1903 das bei Eime gelegene Kaliwerk und gründete die jetzige Gewerkschaft, deren Kuxe an die Aktiengesellschaft Heldburg in Hildesheim übergingen.

 

Übergang an die Burbach-Kaliwerke A.-G.: Durch Fusion der Heldburg A.-G., die alleinige Inhaberin sämtlicher Kuxe Frisch-Glück war, mit der Burbach-Kaliwerke A.-G., Magdeburg

 

Gerechtsame: ca. 7000 hannoversche Morgen in den Gemeinden Eime, Banteln, Elze, Gronau, Brüggen und Dunsen, Kreis Gronau. Die Felder liegen im (Leinethal südlich von Elze und westlich von Gronau und markscheiden im Nordwesten mit den Feldern der Gewerkschaft Cecilienhall zu Esbeck und Sehlde. Im Süden liegen die Felder der Gewerkschaft Desdemona. Östlich von Frisch Glück liegen die der früheren Kalibohrgesellschaft Mathildenhall gehörig gewesenen, jetzt den Alkaliwerken Ronnenberg gehörigen Felder von Gronau und Barfelde und weiter im Süden, an Frisch Glück und Desdemona gleichzeitig angrenzend die Felder der Gewerkschaft Graf Rheden.

 

Schachtbau: Der Schachtbau wurde durch die Rechtsvorgängerin der „Kaliwerke Eime Aktiengesellschaft", also durch die ,,Gewerkschaft Fürst Heinrich" beschlossen. Der Schacht, welcher 80 m von Bohrloch Eime II angesetzt wurde, erhielt den Namen: „Kaiser Wilhelm der Große" und ist 686 m tief. Bei 625 m ist die Wettersohle. Bei 675 m die Hauptabbausohle angesetzt. Durch ca. 2000 m streichender Ausrichtung sind im Südfelde Hartsalze mit 7-8 m wahrer Mächtigkeit und einem zwischen 11,5-35 % schwankenden Chlorkaliumgehalt und im Nordfelde Carnallite von 15-19 %in Mächtigkeiten von 3-24 m erschlossen worden. Durch ein saigeres Gesenk von 50 m wurde das Lager in der Tiefe noch nachgewiesen. Außerdem wurde im Liegenden des Hauptlagers ein zweites Carnallitiager von ca. 10 m Mächtigkeit angetroffen.

 

Zweiter Schacht: Der erste Spatenstich erfolgte am 12. September 1910- 136 m südlich von Schacht I . Der Durchschlag mit Schacht I erfolgte bei 625 m Teufe im Juli 1913.

 

Fabrik:In der Fabrik zeitigten im Jahr 1919 Versuche mit dem Kaltlöseverfahren gute Ergebnisse, so dass die Gesellschaft sich zur Einführung desselben entschlossen hat und den Fabrikbetrieb Mitte Februar 1919 wieder aufnehmen konnte. Da die Verwaltung damit rechnet, dass Frisch Glück für die Zukunft mit Braunkohlen beliefert wird, hat sie unter Aufwendung bedeutender Mittel den größten Teil der für Steinkohlenfeuerung eingerichteten Kesselanlagen für Braunkohlenfeuerung umgeändert. Die Endlaugenkonzession gestattet eine tägliche Verarbeitung von 4000 dz Carnallit.

 

Tagesanlagen: Die vorhandenen Anlagen wurden (nach 1922) an die Konzernwerke und an Dritte verkauft.

 

Versand: 1918: 65 479 dz K2O, 1919: 23 927 dz K2O, 1920: 57 299 dz K2O, 1921: 61 833 dz K2O, 1922: 2 377 dz K2O . (Quelle: 10*)

 

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten