Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

5.16 Ergebnislose Teufarbeiten

5.16.1 Schacht "Heinrichssegen"

 

Im Norden von Soltau (Niedersachsen),

an der Warschauer Straße    

 

nicht mehr lokalisierbar

5.16.2 Schacht "Lindwedel"

 

Schwarmstedt (Niedersachsen)

 

nicht mehr lokalisierbar.

Aus der Geschichte:

 

Gewerkschaft Heinrichssegen

(Preußische Gewerkschaft.)

 

Gründung: 20. Juli 1918.

 

Gerechtsame: Etwa 13 600 Morgen in den Gemeinden Soltau, Ahlften und Wolter-dingen.

 

Bohrungen: In dieser Gerechtsame sind zwei Tiefbohrungen von je ca. 1000 m heruntergebracht worden. Tiefbohrung I hat das Steinsalz bei 200 m, die Kalilager bei 251 m, 338 m, 451 m, 600 m, 800 m angefahren. Tiefbohrung II, die etwa 1,5 km nordwestlich von Tiefbohrung I gelegen ist, hat das Steinsalz bei 224 m und das Kalilager (Hartsalz) bei 740 m, welches bis 886 m anhielt, angetroffen. Die Salze bestehen aus gutem Carnallit und Hartsalz. Zur weiteren Aufschließung der Gerecht- same, sowie für die Bestimmung des Schachtansatzpunktes wurden noch zwei Flach-bohrungen heruntergebracht, die die gleichen Gebirgsschichten durchbohrten wie die beiden Tiefbohrungen.

 

Bohrergebnisse: In der Tiefbohrung II, auf welcher der Schacht niedergebracht wird, sind mehrere Hartsalzlager u. a. von 743 bis 800 m und 838 bis 844,06 m von guter Beschaffenheit durchbohrt worden, welches nach dem Gutachten eines ersten Geologen die typische Struktur des hannoverschen grauen Hartsalzlagers besitzen. Mit Rücksicht auf diesen günstigen Aufschluß dürfte es, wie die Verwaltung glaubt, möglich sein, auf den Abbau und die Verar-beitung des weiteren, erschlossenen mächtigen Lagers von Carnalliten, die allein Endlagen im Gefolge haben, zu verzichten.

 

Schachtbau: Mit dem Schachtbau ist in der Nähe der Stadt Soltau begonnen und zwar direkt auf Tiefbohrung II, die etwa 400 m von der Eisenbahnlinie Soltau—Harburg—Hamburg belegen ist. Die Arbeiten sind der Firma Gebhardt u. Koenig in Nordhausen übertragen, die für das Gelingen volle Garantie übernommen hat. Die projektierte Teufe ist auf etwa 800 m vorgesehen.

 

Tagesanlagen: Fertiggestellt sind Büro-, Magazin-, Kauen und Werkstätten, Schachtturm mit Anbauten, Fördermaschinen- und Dampfkabelgebäude, Kesselhaus mit 3 Zweiflammrohrkesseln und 65 m Schornstein, elektr. Zentrale, Wasserr-reinigungsanlage, Wasserturm, Tiefbrunnenanlage und Sprengstoffmagazin sowie sämtliche Maschinenfundamente. (Quelle:7*).

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten