Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

5.2. Alicenhall

5.2.1 Schacht "Alicenhall"

 

27313

Dörveden

OT Ahnebergen

Schachtweg 5

 

RW 35 18 148

HW 58 62 126

 

52°53´28,98´´N

09°16´06,62´´O

 

5.2.2 Schacht "Glücksbornl"

 

 

27313

Dörveden

OT Ahnebergen

Schachtweg 9

 

RW 35 18 436

HW 58 61 931

 

52°53´22,64´´N

09°16´21,99´´O

 

Gewerkschaft Alicenhall zu Gotha und Bergbaugesellschft Alicenhall mbh in Hannover

Gründung: 27.11.1905 durch Kaufmann Linz zu Gotha. Bis 1909 bestand der Betrieb in der Erdölgewinnung. Die Grechtsame wurde an die Vereinigte Erdölwerke Hänigsen Obershagen verkauft und die Gewerkschaft ging an ein Konsortium über zum Zwecke der Bildung einer Kaligewerkschaft. Die Gewerkschaft ist auch Trägerin der Verträge für die Gewerkschaft Alicenhall.

 

Grechtsame: Ca. 10 324 520 m2 in den Gemeinden Wahnebergen, Ahnebergen, Eitze bei Verden a.d. Aller, makscheidend mit der Gewerkschaft Glücksborn.

 

Zweitschachtfrage: Unterirdische Verbindung mit dem in ca. 300 m Entfernung im Abteufen begriffenen Schacht der Gewerkschaft Glücksborn war vertraglich vereinbart. (7*)

 

 

 

Gewerkschaft Glücksborn, Verden a. d. Aller.

 

Gründung: 31. 12. 1910.

 

Schachtbau: Der Schacht ist 100m tief und steht ganz in eisernen Tübbings. Während der Jahre 1914 bis 1919 wurden neue Arbeiten nicht ausgeführt. Die vor dem Kriege errichteten Anlagen und Gebäude wurden in brauchbarem Zustande erhalten, sodaß nach Aufhebung des Schachtbauverbotes mit der Fertigstellung der Tagesanlagen wieder begonnen werden kann.

 

Zweischachtfrage: Wird gelöst durch den Schacht des Nachbarwerkes „Alicenhall".

 

Tagesanlagen: Bürogebäude und Arbeiterkaue, Werkstättengebäude, Wasserversorgungsanlage, provisorischer Schachtturm und Abteufbauten.

 

Liquidation und Besitzübergang an die Kali-Industrie (spätere Wintershall) A.-G.: Die Gewerkenversammlung vom 20. 9. 1926 beschloß die Liquidation der Gewerkschaft und Veräußerung des Gesamtvermögens an die Kali-Industrie A.-G. Im Umtausch bot die Kali- Industrie Aktiengesellschaft den Gewerken pro Kux nom. 40 RM Kali-Industrie-Aktien. Das Umtauschangebot erging mit Wirksamkeit ab 13. 12. 1927. Voran ging der Transaktion der Abschluß eines Interessengemeinschaftsvertrages, in dem die Kali-Industrie A.-G den Gewerken für jeden Kux 10 % der Dividende einer Kali-Industrie-Aktie von nom. 400 RM. bot.

 

Betriebsstillegung gemäß § 83e (stillgelegte Abteufschächte): Die Kaliprüfungsstelle gewährte der Gewerkschaft mit Wirkung vom 1. 4. 1923 eine Beteiligungsziffer von 10 % der durchschnittlichen Beteiligung aller Werke.

 

Interessengemeinschaft: Die Gewerkschaft unterhielt früher mit der Gewerkschaft Alicenhall einen Interessengemeinschaftsvertrag. (Quellen: 7*+10*).

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten