Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

6.15 Braunschweig-Lüneburg

 

 

 

 

6.15.1 Schacht "Grasleben" (Grasleben I)

 

38368

Grasleben

Bahnhofstraße

 

RW 44 33 031

HW 57 97 050

 

52°18´10,20´´N

11°01´00,03´´O

 

Grasleben: Schacht I (Grasleben) der Gewerkschaft Braunschweig-Lüneburg, geteuft in den Jahren 1911-1916

 

 

 

 

6.15.2 Schacht "Heidwinkel I" (Grasleben II)

 

38368

Grasleben

Heidwinkel 11

 

RW 44 31 256

HW 57 98 675

 

52°19´01,95´´N

10°59´25,16´´O

 

  • Geteuft in den Jahren 1912-1913, Produktionsbeginn 1914
  • Die geförderten Kalisalze wiesen lediglich einen K2O-Gehalt von 8.9% auf, sodaß die Produktion nicht witrschaftlich war
  • Schwierige wirtschaftliche Lage durch Kriegsbeginn
  • 1922 Einstellung der Kalisalzproduktion und nur noch Förderung von Steinsalz (Linienhorizont des Leinesteinsalzes)
  • Seit 1936 wurde der Schacht zur Einlagerung Heeresmunition herangezogen und stand bis zur Besetzung im April 1945 unter der Verwaltung der Wehrmacht

 

 

 

 

6.15.3 Schacht "Heidwinkel II" (Grasleben III)

 

38368

Grasleben

Heidwinkel 118

 

RW 44 31 657

HW 57 98 273

 

52°18´49,13´´N

10°59´46,63´´O

 

  • Schacht Braunschweig-Lüneburg III (Heidwinkel II) geteuft in den Jahre 1937-1939
  • 1939 als Wetter-und Materialschacht für die im Grubengebäude Heidwinkel eingerichtete Heeresmunitionsanstalt
  • Ab 1950 Wiederaufnahme der Förderung und Verarbeitung von Steinsalz
  • Juli 1957 Herstellung der Verbindung zwischen den Gruben Grasleben und Heidwinkel I/II
  • Ende der 1990er Jahre betrug die jährliche NaCl-Produktion ca. 600.000 t

6.15.4 Schacht "Nord-Steimke I"

 

Wolfsburg-Nordsteimke

bisher nicht lokalisiert

6.15.5 Schacht "Nord-Steimke II)

 

Wolfsburg-Nordsteimke

bisher nicht lokalisiert

Aus der Geschichte:

 

Gewerkschaft Braunschweig-Lüneburg in Grasleben, Kreis Helmstedt.

Konzern: Salzdetfurth - Aschersleben - Westeregeln.

Salzdetfurth - Gruppe.

 

Stilllegung der Schächte Grasleben und Heidwinkel gemäß § 83a. Die Stilllegung bis zum Jahre 1953 erfolgte am 31. 12. 1925 mit Wirkung vom 1. 7. 1924. Die Kaliprüfstelle erteilte der Gewerkschaft für Schacht Grasleben eine Beteiligungsziffer von 89 %, für Schacht Heidwinkel von 78 % der durchschnittlichen Beteiligung aller Kaliwerke.

Danach wird das Unternehmen als Steinsalzwerk betrieben.

Gründung: 27. 8. 1910, handelsger. Eintragung 21. 12. 1910.

Grubenvorstand:

- Dr. Ing. e. h. Heinrich Zirkler, Bergrat, Aschersleben, Vorsitzender.

- Ernst Herwig, Berghauptmann, Braunschweig.

- R. Eues, Oberverwaltungsgerichtsrat, Braunschweig, als Vertreter der

Braunschweigischen Staatsregierung.

- Oberbergrat Goehlich, Braunschweig.

- Dr. Karl Bock, Direktor, Bad Salzdetfurth.

- Wilhelm Feit, Dr., Generaldirektor, Berlin.

- Georg Gante, Berghauptmann, Detmold.

- Walther Köhler, Bergrat, Bad Salzdetfurth.

- Gustav Rösemann, Direktor, Bad Salzidetfurth.

Direktion:

- Karl Lehmann, Kaufmann. Direktor, Grasleben.

- Walter Kissler, Bergwerksdirektor, Grasleben.

- Paul Rheinbote, Prokurist, Grasleben.

Gerechtsame: Ca. 52 Maximalfelder gleich 96 530 048 qm in den Gemeindebezirken Marienthal, Grasleben, Querenhorst, Forstgemarkung Marienthal, Brackstedt, Velstove, Warmenau, Kästorf, Vorsfelde, Reishngen, Danndorf, Herzogl. Forst Danndorf, Neuhaus, Nordsteimke, Velpke, Groß-Twülpstedt, Klein- Twülpstedt, Rümmer, Volkmarsdorf, Bahrdorf, Papenrode, Groß-Sisbeck, Rickensdorf, Mackendorf, Kreis Helmstedt, Herzogtum Braunschweig.

Bohrungen: 5, steinsalzfündig bei 567, 714, 262, 335 und 320 m Teufe. Kalilager bei 419, 520, 749 m 2-3 abbauwürdige Carnallitlager erschlossen.

Mächtigkeit der Lager:Das Hauptlager ist 16-29 m mächtig.

Zahl der Schächte: 4: Bergwerk Grasleben, begonnen 1. November 1910, ca. 600 m tief, und Bergwerk Heidwinkel, begonnen 1. April 1912, 700 m tief. Beide Schächte sind als Kaliwerke bis 1953 stillgelegt und dienen seit 1. 1. 1926 lediglich der Steinsalzförderung.

Schachtanlagen Nordsteimke I und II: Im Abteufen begriffen. Die Arbeiten

ruhen zurzeit.

Abwässerkonzession: 16 000 dz tägliche Verarbeitung in die Elbe.

Steinsalzbetrieb: Zur Lieferung von Speisesalzen sind die modernsten Aufbereitungsmaschinen aufgestellt, so dass Braunschweig-Lüneburg als Einzelwerk im Besitz der höchsten Quote an der Verkaufsvereinigung Deutscher Steinsalzwerke G. m. b. H., Berlin, ist. (Quelle: 10*)

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten