Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands



6.23 Ludwig II

 

 

6.23.1 Schacht "Ludwig II" (Schacht I, Riebeck)

 

39418

Staßfurt

Löbnitzer Weg 2

 

RW 44 72 937

HW 57 46 896

 

51°51´19,86´´N

11°36´20,42´´O

 

 

 

6.23.2 Schacht "Ludwig II" (Schacht II)

 

39418

Staßfurt

Löbnitzer Weg 2

 

RW 44 73 012

HW 57 46 961

 

51°51´21,95´´N

11°36´24,28´´O

 

 

Gewerkschaft des Salzbergwerks „Ludwig II" zu Staßfurt

 

Gründung: 15. März 1873.

Gerechtsame: Die Grubenfelder sind auf dem Nordostflügel des Staßfurter Sattels, teils in Preußen, teils in Anhalt gelegen, sie markscheiden mit den Grubenfeldern des Preußischen und Anhaltischen Fiskus und haben einen Flächeninhalt von 6 879182,22 qm.

Bohrergebnisse: Bohrung I , im Jahre 1868 östlich von Stassfurt und nördlich von der preußisch-anhaltischen Grenze am Bodefluß ausgeführt, erreichte bei 241,5 m ein Salzlager, bestehend aus 70.73 % Chlorkalium und 23,30 % Chlormagnesium mit Beimischungen von Gips, Sand und Ton. Bohrung II, 1453 m nordöstlich vom Schachte von der Heydt am Staßfurt-Löbnitzer Feldweg, ausgeführt Ende 1871, erschloß in einer Teufe von 272,4 bis 289,40 m ein Lager von schwefelsaurem Kali und von da bis zu 323,92 m ein solches von Chlorkalium, beide vermischt mit Magnesiasalzen.

Schachtbau: Zwischen Bohrloch 1 und II , 50 m von letzterem entfernt, wurde Schacht 1 bis auf 510 m Teufe, in einer Entfernung von 90 m vom Schacht I später Schacht II bis zu einer Teufe von 640 m niedergebracht. Aufgeschlossen sind Kainit, Carnallit und Steinsalz.

Zweischachtfrage: Lösung durch einen zweiten Schacht.

Tagesanlagen: Eine Fabrik zur Verarbeitung der Rohsalze ist errichtet und der regelmäßige Betrieb Ende 1912 aufgenommen. Zum Zwecke der Kostenersparnis beim Bau, und namentlich beim Betriebe der Fabrik, hat die Gewerkschaft mit dem anhatischen Fiskus eine G. m. b. H. mit dem Namen „Chemische Fabrik Friedrichshall in Anhalt" gebildet, welche die Fabrik errichtet; hat.

Reserveanlage: Mit dem Bau eines dritten Schachtes: wurde im Oktober 1912 begonnen. Der Schacht hat eine Teufe von 695 m. Diese Schachtanlage ist vom 1. Juli 1914 ab seitens der Verteilungsstelle für die Kaliindustrie eine vorläufige Beteiligungsziffer zugebilligt worden. (Quelle: 7*)

 

Das Grubenunglück auf dem Salzbergwerk Ludwig II am 11. November 1901
Bericht an das Königliche Oberbergamt zu den Gründen des Unglücks. Ausgearbeitet von Bergassessor Ernst Riegel, Kgl. Preuß. Bergassessor a.D. und Bergwerksdirektor der Kaliwerke Aschersleben.
Grubenunglück Ludwig II.doc
Microsoft Word-Dokument [1.7 MB]
Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
Anzeige von 1902
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Lars Baumgarten