Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

 

6.25 Hedwigsburg

 

 

6.25.1 Schacht "Sascha" (Hedwigsburg I, Neindorf I)

 

38321

Denkte-Neindorf

Am Schacht

 

RW 44 03 151

HW 57 78 649

 

52°07´58,98´´N

10°35´02,48´´O

 

Historische Aufnahmen:

Grechtsame: Werke Hedwigsburg und Neindort 5 Maximalfelder, benachbart durch Asse, Tiederhall, Hercynia. W e r k N e u h o f : Die Gewerkschaft wurde ursprünglich auf Grund des Grubenfeldes Siegel II errichtet und auf diesem Grubenfelde das Kaliwerk projektiert, der Betriebsplan eingereicht und mit dem Bau der Anlagen begonnen. Die noch schwebenden Mutungen wurden anschließend an das Grubenfeld Siegel II gestreckt und in zwei gleiche Bergwerke von je rund 14 223 030 qm geteilt. Auf Grund des wesentlichen Teiles wurde die tausenteilige Gewerkschaft Ellers gebildet, der usprüngliche Teil bildete konsolidiert mit dem Grubenfeld Siegel II die Gewerkschaft Neuhof. Die Gerechtsame beider Gewerkschaften umfaßt die Gemarkung Neuhof, Ellers, Oppers, Rammers und Tiefengruben. Aus dieser konformen Gebirgsbildung schließt man, daß auf dem ganzen Gelände je nach der Höhenlage, bei einer Tiefe von 460 bis 500 m ein Salzlager ansteht, in dem unter einer stets gleichmäßigen hangenden Partie von ca. 40 m ein Kalilager von 9-25 m erschlossen ist, welches wieder von einem hagenden Kalilager von 2-4 m .Mächtigkeit duich ein Steinsalzmittlel von ca. 45 m Mächtigkeit getrennt wird.

Laugeneinbruch: In der Nacht vom 30. zum 31. Oktober 1921 ereignete sich im Schacht I auf der 195 Meter Sohle ein Laugeneinbruch. Zur Bewältigung dieser Laugen sollten zwei Pumpen mit einer Leistungsfähigkeit von je 5 cbm in der Minute in Betrieb gesetzt werden. Die Verwaltung glaubt, den Schaden in 8-10 Monaten beseitigen zu können undschätzt die hierfür nötigen Kosten auf eine Höhe von 8,5 Millionen Mark.

 

 

 

6.25.2 Schacht "Emil" (Hedwigsburg II, Neindorf II)

 

38321

Denkte-Neindorf

Am Schacht

 

RW 44 03 102

HW 57 78 949

 

52°08´08,65´´N

10°34´59,59´´O

 

  • Teufarbeiten von 1911-1913
  • Teufe 620 m
  • 30./31.10.1921 Laugeneinbruch auf der 195 m Sohle, der zum Ersaufen der Grube führte
  • 10./11.04.1936 Tagesbruch im Bereich des Schachtes Sascha

Zweiter Schacht: Lösung mittels Durchschlags nach den Schächten der Werksanlage Neindorf. Derselbe hatte im November 1911 eine Teufe von 40 m erreicht. Ende 1911 hatte der Schacht eine Teufe von 75 m erreicht und war bis 57,6 m mit Tübbings ausgebaut. Bei ca. 60 m stellte sich ein Wasserzufluss von ca. 2,5 cbm ein. Es gelang indessen, die Wässer im Schachte bei 91 m vollständig abzuschliessen und den Schacht im Mai 1912 auf 132 m niederzubringen. In den weiteren Tiefen wird mit zwei Abteufmaschinen gearbeitet. Oktober 1912 hatte der Schacht eine Teufe von 308 m und im Laufe des Monats das Salzlager bei ca. 338 m erreicht. Die erste Abbausohle wurde bei einer Teufe von 400 m angesetzt, Bei 600m wurde die zweite Sohle angesetzt. Der Bahnanschluß nach Schacht II ist mit dem Werk Hedwigsburg hergestellt.

Tagesanlagen: Das Werk besitzt eine Chlorkaliumfabrik zur Herstellung von jährlich 350 000 dz Chlorkalium. Die Fabrik kam am 16. Februar1905 in Betrieb; sie ist in den Jahren 1919/20 vollständig umgebaut und sind in allen Abteilungen die früheren Arbeitsmaschinen durch kontinuierlich arbeitende Apparate ersetzt. Dem Werke wurde im August 1908 die Konzession zur Ableitung der Endlaugen von einer täglichen Verarbeitung von 5250 dz Salzen in die Oker hinter Braunschweig erteilt. Die Konzession ist am 27.11.1919 auf 7250 dz erhöht. Durch Vertrag mit der Gewerkschaft Asse ist die Gewerkschaft Hedwigsburg berechtigt, deren Endlaugenleiluug mit zu benutzen, so daß nur eine 4 km lange Anschlußleitung zubauen war. Die mit der Chlorkaliumfabrik verbundene Sulfat- und Kalimagnesium-Fabrik, sowie die Bromfabrik gelangten im April und Mai 1905 in Betrieb. Die volle Leistung der Chlorkalium-, Düngesalz-, Sulfat- und Kalimagnesiumfabrik wurde Anfang Dezember 1905 erreicht. 1911 erfolgte der Umbau der Mühlenanlage und der Hauptfördermaschine. Seit Anfang 1899 wird auch Steinsalz gefördert und ist im Januar 1900 eine Saline für die Herstellung von jährlich 500 000 Zentner Speisesalz eingerichtet. Die Saline kam Januar 1901 in Betrieb und gehört zur Norddeutschen Salinenvereinigung.

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten