Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

 

6.32 Vienenburg

 

 

6.32.1 Schacht "Vienenburg I" (Neubauer)

 

38690

Goslar-Vienenburg

Schacht I, Nr. 4

 

RW 44 01 599

HW 57 59 379

 

51°57´34,73´´N

10°34´00,88´´O

  • Teufarbeiten von 1884-1886
  • 1930 ersoffen
  • 1933-1936 mit Mauerschutt, Asche, Kies und Buntsandstein verfüllt

Historische Aufnahmen:

 

 

6.32.2 Schacht "Vienenburg II" (Hercynia)

 

38690

Goslar-Vienenburg

Hercyniaweg

 

RW 44 00 183

HW 57 59 624

 

51°57´41,73´´N

10°32´46,50´´O

 

  • 1894-1897 Teufarbeiten
  • 1930 ersoffen
  • 1928-1940 mit Bau- und Mauerschutt sowie Kies verfüllt

Historische Aufnahmen:

 

 

6.32.3 Schacht "Vienenburg III" (Röhrig)

 

38690

Goslar-Immenrode

Vienenburger Str. (im Wald)

 

RW 43 98 055

57 60 491

 

51°58´08,38´´N

10°30´54,14´´O

 

Preussischer Bergfiskus

Staatliche Berginspektion zu Vienenburg.

 

Gerechtsame: ca. 6000 Morgen Kaligerechtsame unter den Grundstücken der Klosterkammer zu Hannover in den Forstorten Harlyberg, Harlyburg und Komthurberg, sowie unter dem Klostergut Wöltingerode im Kreise Goslar, Prov.Hannover. Durch Verträge vom 14. März/2. Juni 1887 und 2. Juli 1893 erwarb die Gewerkschaft Hercynia, Werningerode, diese Gerechtsame, die am 1. Juli 1906 an den preussischen Fiskus übergingen gemäss Verträgen vom 13. März 1906 zwischen Fiskus und Gewerkschaft Hercynia und vom 14. März 1906 zwischen Fiskus und der Kgl. Klosterkammer.

Schachtanlagen: Der im Jahre 1884 in Angriff und im Jahre 1883 in Betrieb genommene Schacht I war ursprünglich 450 m tief und ist 1914 bis 600 m weiter abgeteuft worden. Schacht II , weicher jetzt hauptsächlich als Förderschacht dient und durch Tiefbausohlen mit Schacht 1 verbunden ist, wurde im den Jahren 1894 bis 1897 niedergebracht und hat eine Teufe von 600 m. In der Grube sind 4 elektrische Fördermaschinen vorhanden. Die 7. (675-m-SohIe) wird zurzeit vorgerichtet Beide Schächte sind in mehreren Sohlen miteinander durchschlägig.

Tagesanlagen: Die Tagesanlagen bei Schacht I bestehen aus einer elektrisch angetriebenen Fördemaschine nebst zugehörigem Förderturm, einer 1915 neu ausgebauten Kainitmühle nebst Verladeeinrichtungen, einem Ventilalor und verschiedenen Nebenanlagen. In der Nähe liegt das Hauptverwaltungsgehäude und die Direktorenwohnung, Schacht II ist mit einer Fördermaschine, einer geräumigen Verladebühne, drei Mahlwerkseinrichtungen für eine Leistung von stündlich zusammein 1600 dz, einer elektrischen Zentrale und einer Kondensationsanlage ausgerüstet. Außerdem ist das Werk an die Ueberlandzentrale Helmstedt angeschlossen. Ferner sind vorhanden ein Salzspeicher für Lagerung von 150 000 dz Salz, eine grosse Sylvinitaufbereitungsanlage, zwei Luftverflüssigungsanlagen sowie die erforderlichen Werkstätten und Materialienmagazine, eine Waschkaue, ein Bureaugebäude, eine Kaffeeküche und 11 Beamtenwohnhäuser. Der Grund und Boden, auf dem die Tagesanlagen stehen, ist von der Klosterkammer gepachtet. In der Gemeinde Vienenburg besitzt die Gewerkschaft 6 Morgen Grundbesitz sowie 12 Arbeiterhäuser für je 2 Familien. Weitere Häuser sind zur Zeit im Bau begriffen.

Eine Chlorkaliumfabrik der Berginspektion befindet sich in Langelsheim bei Goslar. Mit ihr ist eine Bromgewinnungsanlage verbunden. Ferner gehören zu dieser Fabrik 54 Morgen Grundbesitz, 2 Beamtenwohnhäuser, ein Bureaugebäude, Werkstätten und einige kleinere Gebäude. Eine weitere Konzession zur Einleitung der Endlaugen einer Verarbeitung von 3500 dz Carnallit in die Oker ist der Berginspektion inzwischen erteilt.

Belegschaft: Zurzeit 700 Mann einschl. der Fabrik zu Langelsheim. (Quelle: 7*)

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten