Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

 

6.38 Wilhelmshall-Dingelstedt

 

 

 

6.38.1 Schacht "Wilhelmshall I" (Elisabeth)

 

38836

Huy-Neinstedt

OT Wilhelmshall

Wilhelmshall

 

RW 44 27 172

HW 57 59 191

 

51°57´42,81´´N

10°56´20,08´´O

  • Teufarbeiten 1889-1892
  • Teufe: 344 m
  • Stilllegung: 1926
  • Nachnutzung: 1934 durch Heeresmunitionsanstalt
  • Verwahrung: 1978 geflutet
Sauers Tätigkeitsschwerpunkt lag in der Kaliindustrie. Seine erste eigene Gründung war die Gewerkschaft "Wilhelmshall" bei Anderbeck von der später die Gewerkschaft "Dingelstedt" abgegliedert wurde.
Emil Sauer.doc
Microsoft Word-Dokument [1.6 MB]

Aus der Historie:

 

Gewerkschaft Wilhelmshall

In Anderbeck am Huy bei Halberstadt

Gerechtsame: Die Gewerkschaft besitzt eine Berechtsame mit einem Flächeninhalt von 6.106.715 Quadratmeter in den Gemeinden Anderbeck, Huy-Neinstedt, Dingelstedt, Dedeleben im Kreis Oschersleben (Prov. Sachsen) und Halberstadt (Bezirk Magdeburg).

 

Schachtbau: Komplette Schachtanlage ist vorhanden

 

Zweitschachtfrage: Ist durch eine unterirdische Verbindung mit dem benachbarten Schacht Dingelstedt gelöst.

 

Tagesanlagen: Chemische Fabriken zur Erzeugung von Chlorkalium, schwefel-saurem Kali und Kalimagnesia, Düngesalze und Chlor-magnesium, geschmolzen, gemahlen und krystallisiert. Als Spezialität Brom sowie Badesalze. Große elektr. Zentrale, 4 km, lange Eisenbahn, Verwaltungsgebäude, Kasino, Magazin, Beamten- und Arbeiterhäuser. Alle Anlagen in Stein und Eisen. Die Gewerkschaft besitzt mächtige Carnallit-, Sylvinit-, Hartsalz- und Kainitlager deren Salze sehr hochpro-zentig und leicht zu gewinnen sind. Die Leistungsfähigkeit der Tagesanlagen ist bedeutend und genügt, um auch die Quoten anderer Werke verarbeiten zu können. Die Abwasserkonzession ist hierfür ebenfalls ausreichend. Quelle (7*).

 

 

 

 

6.38.2 Schacht "Wilhelmshall II"

 

38836

Huy-Neinstedt

OT Wilhelmshall

Wilhelmshall

 

RW 44 26 939

HW 57 59 131

 

51°57´40,75´´N

10°56´07,90´´O

  • Teufarbeiten: 1913-1920
  • Teufe: 485,5 m
  • Stilllegung: Juni 1926
  • Die Grube Wilhelmshall II ist durch Schachtwässer ersoffen
  • Laugenstand im Schacht 1954 ca 4 m u. F.
  • Durch einen Mauerdamm wurde das Grubengebäude Wilhelmshall II von den Bauen der Grube Wilhelmshall I abgetrennt

Aufnahmen um 1901:

Im Juni 1919 wurde das seit Kriegsende ruhende Abteufen wieder aufgenommen. Nach Einbau der vorhandenen Tübbings ist der größte Teil der zusetztenden Wässer abgeschlossen. Die Teufe des Schachtes beträgt jetzt 470 m. (7*)

 

 

 

 

6.38.3 Schacht "Dingelstedt" (Mönchhai, Wilhelm von Recklinghausen)

 

38838

Dingelstedt am Huy

OT Mönchhai

Haus 16

 

RW 44 29 524

HW 57 59 285

 

51°57´46,97´´N

10°58´23,17´´O

  • Teufarbeite von 1910-1912
  • Teufe 611 m
  • Stilllegung 1926
  • Verwhrung durch Flutung 1978

Aus der Historie:

Schachtanlage Dingelstedt

 

Gründung: Die Errichtung der bis zum 15.12.1919 selbständigen Gewqerkschaft Dingelstedt erfolgte am 29.05.1909 auf Grund des Beschlusses der Gewerkschaft Wilhelmshall-Anderbeck. Dieser Beschluß teilte die Gewerkschaft Wilhelmshall in zwei Bergwerke mit den Namen: Salzbergwerk Wilhelmshall und Salzbergwerk Dingelstedt.

Schachtbau: Der Schacht hat eine Teufe von 600 m und einen Durchmesser von 5 m. Davon sind 190 m in Tübbings und 410 m in Mauerung ausgeführt. Der Förderbetrieb wurde 1912 aufgenommen. Die hier auf der 600 m-Sohle aufgeschlossenen Salze sind zum größten Teil hochprozentig und bieten die Möglichkeit, 20er Salze in größerer Menge direkt von unter Tage zu liefern. Auch unter der 600 m-Sohle ist das Vorhandensein hochprozentiger Salze in erhöhten Mengen nachgewiesen.

Zweitschachtfrage: Die Schächte von Dingelstedt und Wilhelmshall sind untereinander verbunden.

Verhältnis zu Wilhelmshall: Seit dem 15.12.1919 ist die frühere Gewerkschaft Dingelstedt aufgelöst und das Bergwerkseigentum nebst den Anlagen grundbuchlich auf die Gewerkschaft Wilhelmshall übertragen. Der Förderbetrieb auf Dingelstedt ruhte bis Mitte August 1917. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Förderung wieder aufgenommen. Der Transport der Salze nach den Fabriken von Wilhelmshall findet durch die unterirdische Verbindung beider Werke statt. Im Jahr 1920 wurden größtenteils auf dem Werk 20er Salze verladen. (7*)

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten