Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

 

7.3 Conow

 

 

7.3.1 Schacht "Conow" 

 

19294

Malliß-Conow

Am Kalischacht 3

 

RW 44 53 880

HW 58 99 352

 

53°13´27,19´´N

11°18´28,35´´O

  • Teufarbeiten: 1912-1914
  • Durchmesser: 5,25 m
  • Endteufe: 720 m
  • Grubenhohlraum: 420 000 m3, davon 114 000m3 mit Steinsalz versetzt
  • Stilllegung 1926, Flutung des Grubengebäudes mit Salzlösungen aus dem Hutgestein sowie mit Süßwasser
  • Verwahrung: 1996, Einbau einer Betonplombe im Bereich der quartären Lockergesteinsmassen von 0-51m 

Aus der Geschichte:

 

Gewerkschaft Conow

in LÜBTHEEN i. M.

 

 

Gerechtsame: Die Gewerkschaft hat im Frühjahr 1911 von der Bohrgesellschaft Mecklenburg G. m. b. H., eine in den Gemarkungen Göhren, Malliss, Conow, Karenz, Bockup, Grebs-Menckendorf, Tews-Woos, Hohen-Woos, Niendorf, Schlesin, Laupin belegene Gerechtsame in Größe von ca. 42 preußischen Maximalfeldern erworben.

Bohrungen: In der Gerechtsame waren von der Bohrgesellschaft Mecklenburg, G. m. b. H., im Jahre 1907 4 Tiefbohrungen niedergebracht worden, die sämtlich das Salzgebirge festgestellt haben. Das 1203 m tiefe Bohrloch II hat in den Tiefen von 302-356,50;  948,50 -958,50 und 1098,5O bis 1106,50 m Hartsalzlager von gutem Gehalt durchteuft.

Schachtbau: Der Schacht ist auf dem Tiefbohrloch II in 1 km westlicher Entfernung vom Dorfe Conow niedergebracht. Das Schachtabteufen war bis zur Tiefe von 200 m an die Tiefbau- und Kälteindustrie-Aktiengesellschaft vormals Gebhardt & König zu Nordhausen übertragen die das Tiefkälteverfahren zur Anwendung brachte. Nachdem im Sommer 1911 die ersten Betriebsgebäude, der Schachtturm, die Kesselanlage, das Mannschafts- und Bürogebäude und eine provisorische Werkstatt errichtet sind, wurde von der Unternehmerfirma im November mit der Niederbringung der Gefrierbohrlöcher begonnen. Das Abteufen wurde im Sepbembert1912 aufgenommen. Das Steinsalz wurde in einer Teufe von 142,50 m angefahren. Sohlen sind in 380, 480, 580 und 700 m Tiefe angesetzt. Es sind mehrere Hartsalz- und Carnallitlager aufgeschlossen.

Die Anschlußbahn vom Schacht zum Bahnhof Malliss von 3,8 km Länge ist Ende 1912 in Betrieb. Die Tagesanlagen sind sämtlich fertiggestellt.

 

Absatz:

 

Gruppe

1920 dz Reinkali

1921 dz Reinkali

I

Carnallit

216

279

II

Kainit

26 201

23 780

III

Kalidüngesalz

15 301

10 252

IV

Chlorkalium

16 869

11 608

V

Schwefelsaures Kali

941

427

VI

Schwefelsaures

Kalimagnesia

382

74

Gesamt

59 910

48 420

(Quelle: 7*)

 

Laut Quelle 10* ist im Jahre 1931 die „Gewerkschaft Conow in Liqu.“ (mittlerweile zugehörig dem Konzern Salzdetfurth-Aschersleben-Westeregeln) erloschen.

 

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten