Die Kali- und Steinsalzschächte Deutschlands
Die Kali- und Steinsalzschächte             Deutschlands

9.9 Marie-Louise

 

 

9.9.1 Schacht "Marie"

 

F-68850
Staffelfelden (Elsaß)
Rue Marie Louise

 

RW 25 94 839
HW 52 99 803

 

47°49´45,98´´N
07°15´58,02´´O

 

Daten:

Teufarbeiten: Mai 1911 bis April 1913

Schachtdurchmesser: 4,5 m

Tiefe: 703,8 m

Betriebsende: März 1998

Beginn der Verfüllung: Januar 1999

Ende der Verfüllarbeiten: Dezember 1999

Betonplatte: Im März 2005

 

Aus der Geschichte: (Quelle: 7*):

 

Gewerkschaft Marie

z. Zt. Mühlhausen i. Els., Modenheimer Str. 6.

 

Telegrammadresse: Mariewerke Mülhausenels.

Gründung: 1911, handelsger. Eintragung 1. 7. 1911.

Gerechtsame: 12 000 000 qm gleich 6 elsäß-lothringisiche Grubenfelder, markscheidend im Osten mit den Gewerkschaften Prinz Eugen und Theodor, im Norden mit der Gewerkschaft Rudolph, sowie mit den Gewerkschaften Alex und Marie Luise, im Westen mit der Gewerkschaft Amelie und im Süden mit der Gewerkschaft Anna.

Bohrergebnisse: Die Gerechtsame ist durch 9 Bohrungen aufgeschlossen, welche das Steinsalzgebirge in regelmäßiger Ablagerung in einer Teufe von 300—570 m erreicht haben.

Schachtbau: Der Schacht liegt in der Gemarkung Staffelfelden, dicht an der Eisenbahn Straßburg — Basel. Die ersten 40 m wurden unter eigener Regie niedergebracht, von da ab bis zur Endteufe wurden die Abteufarbeiten durch die Rhein.-Westfälische Schachtbau-Akt.-Ges., Essen ausgeführt. Die Endteufe wurde anfangs 1913 bei 700 m Teufe erreicht. Die beiden Kalilager wurden im Monat März 1913 bei 668 bezw. 680 m Teufe in guter Beschaffenheit durchfahren. Das obere Lager hat eine Mächtigkeit von 1,50 m und einen Reinkaligehalt von 29,2 % und das untere Lager eine Mächtigkeit von 4,5 m bei einem Reinkaligehalt von 27,02 %.

Zweischachtfrage: Durch unterirdische Verbindung mit dem Schacht des Nachbarwerks „Marie - Luise". Der Durchschlag ist bereits erfolgt.

Eisenbahnstation: Bollweiler.

Tagesanlagen: Ein Fördermaschinengebäude mit elektrischer Fördermaschine, ein Werkstättengebäude nebst Magazin, ein Rohsalzmühle, ein Rohsalzvorratsschuppen, ein Fördergerüst, ein Schachtgebäude und Förderbrücke.

Gemeinsam mit der Gewerkschaft Marie-Luise: Ein Kauen- und Bürogebäude, drei Beamtenhäuser. Wohnbaracken für Beamte und Arbeiter, eine Anschlußbahn und drei Arbeiterhäuser.

Grundbesitz:  32 ha gemeinschaftlich mit Marie Luise.

Anzahl der Kuxe: 1000 Stück, davon 501 Kuxe im Besitz der Deutschen Kaliwerke.

 

 

9.9.2 Schacht "Louise"

 

F-68850

Staffelfelden (Elsaß)

Rue Marie Louise

 

RW 25 94 848

HW 53 00 052

 

47°49´54,05´´N

07°15´58,62´´O

 

Technische Daten:

Teufarbeiten: Februar 1911 bis Februar 1913

Schachtdurchmesser: 4,5 m

Tiefe: 718,9 m

Betriebsende: März 1998

Beginn der Verfüllung: Januar 1999

Ende der Verfüllarbeiten: Dezember 1999

Betonplatte: Im März 2000

 

 

 

Aus der Geschichte: (Quelle: 7*):

 

Gewerkschaft Marie Luise

z. Zt. Mühlhausen i. Els., Modenheimer Str. 6.

Telegrammadresse: Mariewerke Mülhausenels.

Gründung: 1911, handelsger. Eintragung 1. Juli 1911. Verfassung regelt sich nach dem Berggesetz für Elsaß-Lothringen vom 16. 12. 1873.

Gerechtsame: 16 000 000 qm gleich 8 elsass-lothringische Grubenfelder, mark- scheidend im Osten mit der Gewerkschaft Alex, im Süden mit der Gewerkschaft Marie und Gewerkschaft Amelie, im Südwesten mit der Gewerkschaft Marie-Luise 1, im Nordwesten und Westen mit bergfreiem Gebiet.

Bohrergebnisse: Das Steinsalzvorkommen dieser Felder ist durch 9 Bohrungen erschlossen. Sämtliche Bohrungen zeigen ein sehr regelmäßiges Verhalten des Salzgebirges. In der Bohrung Bergweiler I sind die Kalilager in der Teufe von 617 und 640 m angetroffen. Das Deckgebirge besteht von oben nach unten durchweg aus einer Vogesen-Kiesschicht, deren Mächtigkeil zwischen 10 und 60 m schwankt, sowie aus Mergel und Tonen des Mittel-Oligozäns (Tertiär), die äußerst wenig Wasser führen. Die Mächtigkeit dieser, das Steinsalzgebirge überlagernden Schichten bewegt sich zwischen 340 und 625 m.

Schachtbau: Der Schacht liegt in der Gemarkung Staffelfelden, dicht an der Eisenbahnlinie Straßburg—Basel. Die ersten 40 m wurden unter eigener Leitung niedergebracht; von da ab bis zur Endteufe wurden die Abteufarbeiten durch die Rhein.-Westfäl. Schachtbau-Akt.-Ges. Essen, ausgeführt. Die Endteufe wurde anfangs 1913 bei 663,5 m erreicht. Die beiden Kalilager wurden im .Monat Januar 1913 bei 624 bzw. 644 m Teufe in guter Beschaffenheit durchfahren. Das obere Lager hat eine Mächtigkeit von 1,50 m und einen Reinkaligehalt von 32,9 % und das untere Lager eine .Mächtigkeit von 4 m bei einem Reinkaligehalt von 22,6 %.

Zweischachtfrage: Durch unterirdische Verbindung mit dem Schacht des Nachbarwerks „Marie". Der Durchschlag ist bereits erfolgt.

Tagesanlagen: 1 Fördermaschinengebäude mit elektrischer Fördermaschine, 1 Werkstättengebäude nebst Magazin, 1 Fördergerüst, 1 Schachtgebäude, 1 Rohsalz-magazin, 1 Rohsalzmühle. Gemeinsam mit Gewerkschaft Marie: 1 Kauen- und Bürogebäude, 3 Beamtenhäuser, Wohnbaracken für Beamte und Arbeiter, 3 Arbeiterhäuser und eine 3 km lange Anschlußbahn.

Eisenbahnstation: Bollweiler.

Asse II
Steinsalzkristalle auf Grubenbahnschwelle
Schachtausmauerung (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Esserschacht
Kalisalz Soligorsk
Alte Lohntüte
Schachtröhre mit Tübbingausbau (Modell Deutsches Bergbaumuseum Bochum)
Fördergerüst Schacht Theodore (Elsaß)
Gewerkschaft Beienrode
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© Lars Baumgarten